Internationale Studentin und internationaler Student im Studiengang Robotik

Begleite Jana bei ihrer Entdeckungstour durch Leuven in Belgien. Jana studiert für ein Semester an der Katholieke Universiteit Leuven (UCLL) und genießt die historischen Wahrzeichen und lebendigen Erasmus-Aktivitäten der Stadt. Für sie ist Leuven ein ideales Ziel, um während ihres Studiums neue Erfahrungen zu sammeln und Freundschaften zu schließen.

UCLL Leuven, Belgien

Blogeintrag 3: 24h Erasmus in Löwen

28.04.2023 | UCLL Leuven

Beeep… Beeep… 6:45 Uhr, mein Wecker klingelt und ich wünschte er würde es nicht tun, doch ich schätze ich habe keine Wahl – Zeit zum Aufstehen!

Nachdem ihr bereits wisst, wie das Uni-Dasein in Löwen aussieht, soll es heute darum gehen was drum herum noch so passiert. Der erste Monat war voller neuer, spannender Erfahrungen. Ich habe viel Zeit damit verbracht neue Leute kennenzulernen und die vielen Eindrücke spiegelten sich in einer wochenlange Euphorie-Phase wider. So langsam, aber sicher kehrt dann jedoch der Alltag ein, der keineswegs langweiliger oder öde ist, das kann ich euch sagen. Was dagegen öde ist, ist, dass ich eine Stunde vor Vorlesungsbeginn aus dem Haus muss, wenn ich hin und wieder direkt die erste Vorlesung in der Früh habe, die hier um 8:30 Uhr startet. Grund hierfür ist, dass mein Campus außerhalb von Löwen liegt und ich ca. eine halbe Stunde mit dem Bus fahre. Da ich in Würzburg nur 5-10 Minuten von der Münzstraße entfernt wohne, bin ich da natürlich anderes gewohnt. Aber auch die Busfahrt ist machbar… Kopfhörer drauf und ein Powernap, zack ist man schon da.

Auch wenn es ganz nett ist, in null Komma nichts an der Hochschule zu sein, würde ich euch trotzdem empfehlen eine Bleibe nahe dem Zentrum oder auch wie hier alle sagen „innerhalb des Rings“ zu suchen. Vor allem für das Nachtleben, aber auch alles weitere wird es sich definitiv auszahlen (und glaubt mir einen kurzen Weg vom Club nach Hause werdet ihr mehr schätzen als von der Hochschule). „Innerhalb des Rings“ bezieht sich übrigens auf den Aufbau der Stadt. 

Da ich glücklicherweise ein Zimmer in einem Studentenwohnheim sehr nahe des Zentrums bekommen habe, genieße ich alle Vorzüge der Lage und sollte mich so langsam mal auf den Weg zur 5-Minuten entfernten Bushaltestelle machen. Ah, noch eine Empfehlung: Wenn ihr ein Zimmer nahe dem Zentrum oder zumindest innerhalb des Rings gefunden habt und ebenfalls wie ich zum Campus Proximus müsst, ist es auf jeden Fall hilfreich euch eine Dauerfahrkarte für den Bus zu holen. Für meinen Aufenthalt von einem halben Jahr zahle ich dafür ca. 30€ und kann alle Busse nutzen, was sehr hilfreich ist, da das Busnetz sehr gut ausgebaut ist.

An der Hochschule angekommen seid ihr dank des letzten Beitrags ja schon bestens informiert, wie hier alles abläuft. Nach oder zwischen den Vorlesungen esse ich meistens mit Freunden in der Mensa. Neben 3-4 warmen Gerichten und anderen Snacks sind belegte Baguettes hier der Renner, was man schon alleine an der ellenlangen Schlange merkt. Die Gerichte in der Mensa sind im Vergleich zu Würzburg etwas teurer und kosten je nach dem, was man wählt um die 4-5€. Die Baguettes, bei denen man selber wählen kann, was man drauf haben möchte, bekommt man teilweise schon für 3,30€, weshalb sie bei mir Sieger in der Kategorie Preis-Leistungsverhältnis sind.

Nach der letzten Vorlesung wieder zurück im Wohnheim angekommen treffe ich meistens ein paar meiner Mitbewohner und Mitbewohnerinnen (von insgesamten 12 Studis in meiner Unit) in der Küche und wir quatschen über dies und das. Wenn ich nicht gerade noch an einen meiner Abgaben für die Hochschule arbeiten muss, geht es meistens direkt zum schönsten Teil über – der Freizeitgestaltung. Hierfür habe ich euch wahlweise mal drei Optionen mitgebracht.

 

Option A: Volleyball über das Hochschulsport Programm

Das Programm vom Hochschulsport ist fast noch umfangreicher als das in Würzburg und ich bin mir sicher alle Sportbegeisterten werden hier das optimale Angebot für sich finden. Neben dem Volleyballangeboten der Hochschule gibt es sogar ein extra Angebot, welches über ESN (Erasmus Student Network) speziell für Internationals organisiert wird. Mehrmals wöchentlich kann man hierfür am sogenannten „Freien Spiel“ teilnehmen und sich nicht nur sportlich herausfordern, sondern auch neue Kontakte knüpfen.

Option B: Pizza essen mit den Friends

Immer eine gute Option, mit der Freundesgruppe, die ihr gefunden habt neue Lokalitäten zum Essen auszuchecken. In unserem Fall war das eine fancy Pizzeria, in der nicht nur die Pizza gut schmeckte, sondern auch ein sehr cooles Ambiente geboten wurde. Kleiner Tipp am Rande, falls ihr in eurem Erasmus Freundschaften mit Italienern und Italienerinnen schließt, wendet euch einfach an sie…eines der ersten Sachen, die sie oftmals machen ist tatsächlich die Suche nach der besten Pizzeria in der Stadt. 

Option C: Newcomer supporten im Het Depot

 

Wer auf musikalische Events steht, hätte bestimmt Lust gehabt mich bei den Open Mic Sessions vom Het Depot zu begleiten. Het Depot ist ein Konzert- und Veranstaltungshaus, dass unter anderem jeden ersten Mittwoch und Donnerstag im Monat die Bühnen für die Newcomer der Stadt zur Verfügung stellt. Mittwochs für Singer- und Songwriter, donnerstags für die Hip Hop Szene. Bei beiden Events ist der Eintritt frei und deshalb ein heißer Tipp für alle, die Lust auf Konzert-Feeling im kleinen Rahmen haben.

Der Klassiker ist dann oftmals noch die Endhaltestelle Oude Markt. Der Oude Markt ist eine Art Marktplatz, umringt von Bars. Man spricht hierbei sogar von der längsten Bartheke Europas. Hier kehren wir in den meisten Fällen nach Option B oder C zum Beispiel in eine der Bars ein und lassen den Abend bei einem Drink ausklingen, bevor sich alle wieder auf ihr Fahrrad schwingen und nach Hause radeln.

Was meint ihr, für welche Option hättet ihr euch entschieden? A, B oder C…

Bis zum nächsten Beitrag halte ich auf jeden Fall weiterhin die Augen offen, was es hier noch so zu erleben gibt, bis dahin…

 

…Tschöwen aus Löwen


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